Aus der Vorstellung wird ein Film

Der Film ist die praktische Fortsetzung des Essays „Zwischen Wirklichkeit und Bildvorstellung“.

Ausgehend von einem realen Landschaftsmotiv entstand eine Folge von Bildern, in denen derselbe Baum zum verbindenden Element wird. Die Umgebung verändert sich. Jahreszeiten, Licht, Wetter und Atmosphäre wechseln. Aus den einzelnen Fotografien entsteht dadurch ein Ort, der nicht mehr an einen bestimmten Zeitpunkt gebunden ist.

Das künstlerische Konzept besteht darin, die Grenzen zwischen fotografierter Wirklichkeit und vorgestellter Wirklichkeit bewusst offen zu lassen. Die Bilder sind keine Dokumentation eines Geschehens. Sie sind verschiedene Zustände einer Landschaft, die so nie an einem einzigen Ort und zu einer einzigen Zeit existiert haben muss.

Durch die zeitliche Abfolge und die weichen Übergänge werden die Einzelbilder zu einer zusammenhängenden Bildwelt. Der Film macht damit aus der fotografischen Bildvorstellung eine zeitliche Erfahrung.

Er ist der zweite Teil des Essays: Während der erste Teil die Frage nach dem Verhältnis von Wirklichkeit und Vorstellung formuliert, versucht der Film, diese Frage in Bildern erfahrbar zu machen.

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