Die Splash-Fotografie ist eine spezielle Form der Kurzzeitfotografie, bei der meist Gegenstände ins Wasser fallen – und genau dieser Moment eingefangen wird. Damit das gelingt, braucht man vor allem eines: extrem kurze Belichtungszeiten und gutes Licht.
Was du an Ausrüstung brauchst
Du brauchst eine Kamera, die im manuellen Modus arbeitet und Belichtungszeiten von 1/1000 bis 1/8000 Sekunde erlaubt. Dazu kommen ein oder mehrere Blitzgeräte, die genug Licht liefern – denn bei diesen kurzen Zeiten ist das Umgebungslicht meist irrelevant. Die Kamera löst die beiden Blitze über Funk aus.
Aufbau für gelungene Aufnahmen
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Zwei Blitzgeräte:
Eines leuchtet seitlich in den Wasserbehälter und beleuchtet das eintauchende Objekt. Ein zweites Blitzgerät von schräg oben bringt Licht auf die Wasseroberfläche und die Luftblasen. -
Reflektor:
Gegenüber dem Seitenblitz und unter dem Gefäß liegt eine weiße Styroporplatte, die das Licht zurückwirft und für eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgt. -
Hintergrund:
Für einen sauberen, kontrastreichen Look nutze ich schwarzen Samt – er schluckt das Licht und sorgt für einen ruhigen Hintergrund.
Kameraeinstellungen & Fokussierung
Die Kamera stellst du auf manuellen Modus, die Belichtungszeit so kurz wie möglich. Autofokus ist hier keine Hilfe – der ist meist zu langsam. Also: ausschalten und manuell fokussieren. Dafür lege ich ein Lineal schräg ins Wassergefäß und fokussiere auf die gewünschte Tiefe. Je nach Blende passt du den Schärfebereich an
Der richtige Moment
Der schwierigste Teil: den richtigen Moment erwischen. Am besten funktioniert’s mit einem Fernauslöser – damit vermeidest du Verwacklungen.Du wirfst den Gegenstand ins Wasser und versuchst, im Bruchteil einer Sekunde den Auslöser zu betätigen. Mit etwas Übung klappt das erstaunlich gut. Wenn die Kamera das unterstützt kann man es auch mit schneller Reihenaufnahme ausprobieren.
Sauberkeit zählt
Nach jedem Versuch: Frontscheibe abwischen, Luftblasen mit einem Schaber entfernen – sonst sieht man’s im Bild. Erst wenn alles wieder trocken und klar ist, geht’s weiter.
Nachbearbeitung
Die Bilder bearbeite ich zum Schluss noch leicht in einem Bildbearbeitungsprogramm – für Kontrast, Schärfe und ggf. kleine Korrekturen. So holst du das Beste aus deinen Aufnahmen raus.
