Warum fotografische Serien?
Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich mit einzelnen starken Bildern zwar Momente einfange, aber oft das Gefühl hatte, dass da noch mehr geht. Dass ich tiefer erzählen könnte. Genau da kamen fotografische Serien ins Spiel. Sie zwingen mich, ein Thema intensiver zu durchdringen, dranzubleiben, bewusster zu fotografieren – und nicht einfach nur ein gutes Bild „mitzunehmen“.
Serien helfen mir, eine konsistentere Bildsprache zu entwickeln und wirklich Geschichten zu erzählen. Das trainiert nicht nur mein Auge, sondern auch mein konzeptionelles Denken.
Was mir Serien bringen
- Ich arbeite strukturierter: Ich plane besser und überlege vorab, worum es mir geht.
- Ich bleibe am Thema dran: Eine Serie bedeutet, sich Zeit zu nehmen und mehr als nur an der Oberfläche zu kratzen.
- Meine Bildsprache wird klarer: Ich entwickle ein Gespür dafür, was zusammenpasst und wie ich eine Geschichte visuell durchziehe.
Worauf ich beim Arbeiten an Serien achte
- Ein klares Thema: Ohne roten Faden wird’s schnell beliebig. Ich überlege mir vorher: Was will ich erzählen?
- Konsequenz im Look: Ich achte auf ähnliche Brennweiten, Lichtstimmungen und Perspektiven, damit die Serie zusammenhält.
- Strenges Editieren: Nicht jedes gute Bild passt in die Serie. Ich versuche, nur die Bilder zu nehmen, die die Geschichte wirklich voranbringen.
- Reihenfolge testen: Ich spiele mit der Abfolge der Bilder. Sie entscheidet oft, wie die Serie wirkt.
