Unterwegs im Südharz

Diese fotografische Exkursion bzw. Wanderung führte mich als Startpunkt in den Südharz – genauer gesagt nach Neustadt, einen Ortsteil der Gemeinde Harztor im Landkreis Nordhausen (Thüringen). Der Ort  liegt unterhalb der Burg Hohnstein, die mein erstes Ziel war. Im 15.Jahrhundert war sie eine der größten Burgen im Harz. Allerdings wurde sie 1627 während des 30-jährigen Krieges von kaiserlichen Truppen zerstört. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verfiel die Burgruine immer mehr. Unterhalb der Ruine wurde 1908 ein Gasthaus erbaut.

Nach 1990 wurde mit Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an der Burgruine begonnen. Die Reste der frei begehbaren Burgruine zeigen eindrucksvoll die ehemalige Größe. Weiter ging die Wanderung über schattige Waldwege bis zur etwa 6 km entfernten Talsperre Neustadt (Nordhäuser Talsperre) mit der ältesten Staumauer Thüringens. Sie dient der Trinkwasserversorgung von Nordhausen. Die Talsperre wurde 1904-1905 in der unmittelbaren Nähe zu Neustadt erbaut. Das gestaute Gewässer ist der Krebsbach. Unterhalb der Staumauer ging der Weg über den Himmelsstieg weiter und führte mich auf einen offensichtlich wenig begangenen Pfad mit kniehoch stehendem Gras. Unerwartet stieß ich auf blühende Flora mit sehr vielen Schmetterlingen und anderen Insekten auf Nahrungssuche. Der nächste Halt war die Ruine der Ebersburg auf einem Bergsporn über dem Tal des Krebsbaches, rund einen Kilometer nördlich von Hermannsacker. Das Festungsbauwerk kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Die Ebersburg wurde in den 1180er Jahren errichtet. Seit dem Jahre 2006 finden umfangreiche Sanierungsarbeiten an den alten Mauern der Ebersburg statt. Der Bergfried wurde in diesem Zusammenhang wegen Einsturzgefahr gesperrt. Ebenso dürfen einige weitere Bereiche der Burgruine aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden. Vom Gelände der Vor- und Kernburg hat man eine schöne Aussicht auf den Ort Herrmannsacker und Teile des südlichen Harzvorlandes. Mit beschleunigten Schritt wegen einsetzenden Regens ging es zurück nach Neustadt, wo eine 16 km lange aber sehr schöne Wanderung ihr Ende fand. 

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