Oberharzer Klippenweg

Diese abwechslungsreiche Wanderung durch die Klippenlandschaft östlich des Brockens fiel mit rund 9 km relativ kurz aus, aber die steinigen Wege und der Aufstieg von über 200 Höhenmetern sind kein Spaziergang. Lohn der Mühe waren einige sehr schöne Felsformationen, die eine wundervolle Aussicht auf den Harz boten.

Start und Endpunkt der Wanderung war der Bahnhof Schierke. Hier gibt es die Möglichkeit, sein Auto auf einem, allerdings kostenpflichtigen, Parkplatz abzustellen. Diese Wanderung führte mich als erstes Zwischenziel zu einer eindrucksvollen Granitklippe, dem Trudenstein (736 m ü. NN).

Seinen Namen erhielt der Trudenstein, weil ein Teil der Felsklippe eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Trude haben soll. Als Trude (von “Druide”) bezeichneten die Kelten Frauen, welche die Naturmächte beschwören und lenken sowie in die Zukunft sehen konnten. Mit etwas Phantasie kann man an der Felsformation ein Gesicht erkennen; mit spitzer Nase, hoher Stirn und auffälligem Kinn.
All die senkrechten und waagerechten Flächen der Felsklippe sind auf natürlichem Wege durch eine besondere Art  der Verwitterungform des Granits entstanden. Beeindruckend sind auch die an mehreren Stellen sehr deutlich überhängenden mächtigen Granitblöcke. Die imposante Felsformation ist schon seit langer Zeit ein beliebtes Wanderziel und seit etlichen Jahren auch eine Station auf dem viel begangenen Harzer Hexenstieg.

Weiter geht die Wanderung auf dem Hohnekamm. Hier finden sich weitere felsige Erhebungen, wie z.B. die Landmann-, Höllen-, Grenz-, und Bärenklippe, die sich als fotografische Motive anbieten. Wälder, Hochmoore, kleine und große Granitblöcke sowie Heidelbeergebüsch säumen den schmalen Weg.

Die Leistenklippe ist als Aussichtspunkt erschlossen und man kann über eine Eisentreppe hinaufklettern. Von hier aus hat man bei klarer Sicht einen einzigartigen Blick zum Brocken, zum Wurmberg und bis nach Wernigerode.

Weiter ging es über den Glashüttenweg zum Ahrensklint und von dort wieder aus zum Bahnhof Schierke, wo gerade passend die Harzer Schmalspurbahn im Bahnhof angekommen war. Mit diesem letzten Fotomotiv endete die Tour – mit müden Füßen, aber vielen schönen Eindrücken von einer interessanten Landschaft.

 

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